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Ortsgeschichte Eichelhütte

Der Eisenschmittner Ortsteil Eichelhütte, ein kleines Dorf mit acht Häusern und 20 Einwohnern, entstand im Jahre 1701 als Gewerbegebiet mit einem eisenherstellenden Unternehmen, das bis 1868 produzierte. Dann wandelte sich Eichelhütte und agiert seit mehr als 100 Jahren erfolgreich als Fremdenverkehrsort.

Zwischen Eisenschmitt und Himmerod liegt Eichelhütte, idyllisch eingebettet in das Tal der Salm, von Wäldern umgeben. Es ist ein kleiner Flecken mit acht Häusern und etwa 20 Einwohnern, der zunächst von der Eisenverhüttung profitierte, besser gesagt, aufgrund ihrer entstanden ist. Vor genau 300 Jahren, im Februar 1706, verkaufte der Gründer des Eisenwerkes in Eichelhütte, Johann Jakob Minden, das Werk an die Familie von Pidoll, Besitzer der Eisenhütte Trier-Quint. Eichelhütte war nur fünf Jahre zuvor durch einen Vertrag Mindens mit dem Kloster Himmerod entstanden. Er wollte die seit 1372 in Eisenschmitt beheimatete Eisenhütte vergrößern und verlagerte das Werk gut einen Kilometer salmabwärts auf Himmeroder Grundbesitz. Mit Erfolg, denn das neue Eisenwerk expandierte. 1766 lag die Produktion bei 164 Tonnen Stabeisen und 54 Tonnen Haushaltswaren wie Töpfe, Tiegel, Kannen und Kessel. Die Anlagen der Eichelhütte umfassten das Hüttenwerk, bestehend in einem Hochofen und einem Hammerwerk in Eichelhütte sowie einem Hammerwerk in Eisenschmitt sowie acht Frischfeuern und einem Eisenwalz- und Schneidewerk. Auch wurde ein barockes Wohn- und Verwaltungsgebäude erbaut. Die Zahl der direkt und indirekt beschäftigten Hüttenarbeiter, Fuhrleute und Köhler pendelte sich bei 200 ein, die überwiegend in Eisenschmitt wohnten. Bis 1868 produzierte die Eichelhütte. Dann musste das Werk schließen, weil neue Fertigungsabläufe an Niederrhein und Ruhr kostengünstiger waren, vor allem wegen des Einsatzes von Steinkohle statt wie bisher der Holzkohle. Nikolaus Molitor aus Schweich kaufte das Schneidewerk, später das gesamte Gelände, und errichtete 1870/71 eine Getreidemühle. 1882 veräußerte er Teile der ehemaligen Hüttengebäude an Berthold Huels aus Manderscheid. Es begann eine neue Periode in der Geschichte der Eichelhütte. Der Ort wandte sich dem Fremdenverkehr zu. „1888 wurde zu Eichelhütte das Wohnhaus der Gebrüder Hüls zu einer Sommerfrische erweitert. Seit 1902 ist dort auch eine Restauration.“ So berichtet eine zeitgenössische Quelle von den Anfängen des Fremdenverkehrs im Salmtal. Aus dem während der Zeit der Eisenindustrie lärmerfüllten Gelände war ein stilles, ein ruhiges Tal geworden, das sich bestens als Erholungsort eignet. Die touristischen Aktivitäten haben sich mittlerweile einige hundert Meter weiter direkt an die Salm verlagert. Das Hotel Molitors Mühle bietet den Besuchern zeitgerechte Urlaubsmöglichkeiten mit gehobenem Standard. Vom Südwestrundfunk wird es zu den 20 besten Landgasthöfen in Reinland-Pfalz gerechnet. Das Hotelgebäude ist in seinen Anfängen im Jahre 1917 in den ehemaligen Räumen des Walzwerkes eingerichtet worden. Schmelz- und Hammerwerk sind nur noch in wenigen Resten übrig geblieben und dienen als Lagerschuppen. Im barocken Wohnhaus des Hüttenbetreibers an der Landstraße wird heute ein Geschäft für ausgefallene Lampen und Wohnaccessoires geführt.

Seinen Namen hat Eichelhütte bereits kurz nach der Gründung erhalten. 1702 wird von der „Eichelhoet“ gesprochen. Der Name hängt mit den umgebenden Wäldern zusammen, die seinerzeit überwiegend aus Eichen bestanden. Die Bezeichnung des östlich bis fast nach Himmerod reichenden Waldes ist noch heute „Eichentälchen“, obwohl die Bepflanzung mittlerweile ein Mischwald ist. Waldarbeiter haben beobachtet, dass im Eichenwäldchen und auch im Wiesental der Salm an brachliegenden Stellen häufig Eichenpflanzen nachwachsen. Noch eines ist besonders an Eichelhütte. Wilhelm Feuser aus Eisenschmitt und Claus Molitor aus Eichelhütte bauten 1889 in der Molitorsmühle die erste elektrische Lichtanlage der Eifel. Eichelhütte und Eisenschmitt wurden noch im 19. Jahrhundert "elektrifiziert", lange bevor die umgebenden Dörfer und selbst die Städte Bitburg und Wittlich an das Stromnetz angeschlossen waren. Abbildungen
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